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Eine Diskussion auf Augenhöhe

„Denken Sie daran, Sie haben auch das Recht, ihre Meinung zu ändern. Aber jede Entscheidung, die Sie nicht treffen, führt dazu, dass andere sie für Sie treffen.“ (OB Mohrs)   Haben Jugendliche in Europa politisches Mitbestimmungsrecht? „Friday for future“, „Meinungsfreiheit und Social Media“, „Wahlgrundsätze“ – Solche kontroversen Themen diskutierten wir, Schülerinnen und Schüler des Q2 des Grund- und Leistungskurses Politik-Wirtschaft, mit dem Wolfsburger Oberbürgermeister Klaus Mohrs. Der SPD-Politiker geht souverän auf kritischen Fragen und Anmerkungen ein und zeigt großes Interesse an unseren Meinungen und Ansichten. Auch die Künstler der Ausstellung „Amicizia Italo-Tedesca / Deutsch-Italienische Freundschaft.”, Gert Willemann und Antonio Spinello, beteiligen sich nicht „nur“ künstlerisch an der Thematik Europa, sondern bereichern die Diskussion durch fundierte Argumente und persönliche Erfahrungen. Die zahlreiche Teilnahme der Schülerinnen und Schüler an der Diskussion zeigt, wie wichtig uns die Partizipation an Politik ist. „Wie stellen Sie sich Europa vor?“, mit dieser Frage eröffnet die Moderatorin Silja Kirsch-Bronzlik von der Volkshochschule Wolfsburg die Diskussionsrunde. Mohrs bezeichnet die Gründung der Europäischen Union als eines der wichtigsten Ereignisse der Nachkriegszeit und sieht die aktuelle Entwicklung als besorgniserregend. „Die EU muss klar machen, dass Bürger sich in ihrer Zugehörigkeit nicht zwischen der eigenen Nation und Europa entscheiden müssen.“, so Mohrs, der die innereuropäischen Identitätsängste als ernstzunehmendes Problem ansieht. Wir teilen diese Ansicht, legen unseren Schwerpunkt neben der Identitätsfindung aber vorrangig auf die Repräsentation unserer Belange durch die Politik. „Friday for Future“ ist ein guter Ansatz, um Jugendliche in das politische Geschehen zu integrieren, jedoch wird das politische Verständnis der jungen Generation vielfach unterschätzt und nicht genügend gewichtet. In der Diskussion führt Klaus Mohrs an, dass eine selbstständige Meinungsbildung in jedem Alter und Partizipation am gesellschaftlichen sowie politischen Geschehen fundamental seien. Jugendbewegungen wie „Friday for Future“ sollten vor allem die eigene Meinung und die damit verbundene Unabhängigkeit der Jugendlichen verdeutlichen. Ein politisch zentraler Diskussionspunkt sind die Wahlgrundsätze, welche einen elementaren Bestandteil des Grundgesetzes darstellen. Vor allem die Aspekte „frei“ und „geheim“ werden fokussiert. Alle Diskutierenden stimmen darüber überein, dass eine Möglichkeit des freien Austausches über politische Standpunkte vorangetrieben werden sollte, um eine öffentliche Kontroverse zu erzeugen. Unter diesem Aspekt werden auch die sozialen Netzwerke kritisch beleuchtet. Dabei dreht es sich vor allem um politisch motivierte Posts, die die Wählerinnen und Wähler beeinflussen. Zum einen können sie eine Orientierungsfunktion einnehmen, zum anderen können sie aber auch unreflektiert übernommen werden. Die bevorstehende Europawahl macht in jedem Fall deutlich, dass ein Austausch...
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