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Da-Vinci-Schule fördert den Forscherdrang

oberstufe-03Die Schule in der Kreuzheide setzt neue Schwerpunkte.

Von Stephanie Giesecke

Nordstadt. Die Leonardo-da-Vinci-Schule will nicht nur eine gymnasiale Oberstufe aufsatteln. Sie emanzipiert sich auch von ihren deutsch-italienischen Ursprüngen. Nicht, dass es keine bilingualen Klassen mehr gäbe – aber an der Gesamtschule haben drei von fünf Klassen pro Jahrgang eine andere Ausrichtung. An der Grundschule wird im Sommer eine „ganz normale“ erste Klasse starten.

Auch in den fünften Klassen hat die Schule in diesem Jahr etwas Neues gewagt. Die Schüler haben einen von drei Schwerpunkten gewählt – Naturforschung, Theater oder Sport. Die Theater-Schüler werden vier Stunden pro Woche in Darstellendem Spiel unterrichtet. Dabei lernen sie, wie es auf einer Bühne zugeht, und üben, sich vor anderen zu präsentieren.

Die Sportler haben Extra-Sportunterricht und nehmen an Workshops über Gesundheit und gesunde Ernährung teil. Die Naturforscher experimentieren im Unterricht, katalogisieren die Bäume auf dem Schulgelände, bauen in der Autostadt Solarfahrzeuge und legen demnächst ein Herbarium an.

„Das sind Dinge, die weit über das hinausgehen, was im normalen Unterricht stattfindet“, sagt Schulleiterin Astrid Grawunder-Dageförde. „Die Schüler können sehen, wo ihre Interessen liegen, und Talente entdecken.“

Die Schwerpunkte der Fünftklässler passen perfekt zum Profil, das sich die Schule in den vergangenen Jahren gegeben hat. Schüler, die keine zweite Fremdsprache lernen, können Wahlpflichtkurse zu Sport, Gesundheit und Naturwissenschaften anwählen. Jede Klasse geht mindestens zweimal pro Jahr ins Theater. In der Schule finden regelmäßig Schreibwerkstätten und Lesungen statt.

Außerdem baut die Leonardo-da-Vinci-Schule zurzeit ihr technisch-naturwissenschaftliches Profil weiter aus. Der Schwerpunkt: digitale Bildung. Eines der ersten Ergebnisse ist Roberta, ein von Schülern am Computer programmierter Lego-Roboter, der sich mit Hilfe von Sensoren orientiert und regelmäßig in Roboter-Kämpfen gegen die anderen Schulroboter gewinnt. Gesteuert wird Roberta per Smartphone. „Die Schüler haben eine unheimliche Freude daran, die Roboter zu programmieren“, sagt Lehrerin Eva Maria Krause.

Ihre Kollegin Nicole Weinert hat gerade mit ihrer Schulgarten-Arbeitsgemeinschaft im betonierten Schulteich eine grüne Insel angelegt. Die Bingo-Umweltstiftung hat das Projekt ausgezeichnet und mit 770 Euro gefördert.

Dass an der Leonardo-da-Vinci-Schule Wert auf Technik und Naturwissenschaften gelegt wird, hat einen guten Grund. Viele Schüler entdecken früher oder später, dass sie bei Volkswagen arbeiten möchten. Die Schule möchte sie gut auf eine entsprechende Ausbildung oder ein Studium vorbereiten.

Jetzt freuen sich schon alle sehr auf den Tag, an dem die Grundschule in die Franz-Marc-Straße umzieht und beide Schulen an einem Ort sind. Wann es so kommt, hängt von den finanziellen Möglichkeiten der Stadt ab, die für die Grundschule neu bauen will.

 

DIE SCHULE

„Die Schüler können sehen, wo ihre Interessen liegen, und Talente entdecken.“

1993: Die Deutsch-Italienischen Schulen starten per Schulversuch

1999: Vereinigung zur Deutsch-Italienischen Gesamtschule

2009: Die Gesamtschule wächst auf fünf Züge

2010: Ende des Schulversuchs und Trennung der Schulen bis zur Wiedervereinigung in diesem Jahr.

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Astrid Grawunder-Dageförde, Leiterin der Leonardo-da-Vinci-Schule

 

 

 

 

 

 

 

 

Wolfsburger Nachrichten vom 23.11.2016