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Schulsanitätsdienst (SSD)


Schulsanitäter – gut, dass es sie gibt

 

Schüler, die sich mit Erster Hilfe auskennen, machen einen wichtigen Job. Gestern kämpften sie um den Titel.

Von Henning Noske

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Braunschweig. Vorbilder sind alles – und deshalb ist Dr. Ernst Rzesacz, Leitender Oberarzt in der Unfallchirurgie des Klinikums, gestern extra auf den Schulhof und in die Turnhalle des Martino-Katharineums geeilt.

Dort sind schon reichlich Krankenwagen eingetroffen, da wird munter beatmet und verbunden. Es ist aber zum Glück nicht wirklich etwas passiert, sondern nur der 1. Wettbewerb für Schulsanitätsdienste im Braunschweiger Land im schönsten Gange.

19 Schulen sind mit ihren Schüler-Sanitätsdiensten aus der Sekundarstufe I angetreten – es ist ein Engagement der schönsten und notwendigsten Art.

Die Schüler erhalten eine Ausbildung in Erster Hilfe – meist von einer Hilfsorganisation, mit der die Schule zusammenarbeitet. Sie lernen, was sofort und schnell zu tun ist. Und sie wissen, wie man Verletzte, Verunfallte oder Kranke gerade in den ersten Momenten betreut und begleitet. Bis etwa die Eltern kommen oder der Arzt da ist. So werden auch die Lehrer entlastet. Verantwortung pur.

Verantwortung, wie sie einer wie der erst 11-jährige Anton Pietrek von der IGS Franzsches Feld in Braunschweig schon locker übernimmt, jüngster Teilnehmer beim fast sportlichen Wettbewerb. Sie mussten dort jedoch keine Tore schießen, sondern zum Beispiel Klassenkameraden richtig versorgen, die vermeintlich einen Stein an den Kopf bekommen hatten. Oder gestürzt waren.

Zum Glück alles nur Übung – aber auch die dient ja dazu, Handgriffe und Routinen einzuüben und zu überprüfen, die lebensnotwendig sein können.

“Eure Arbeit ist wichtig, die Erstversorgung ist so oft entscheidend”, sagt Oberarzt Ernst Rzesacz. Und was dann kommt, das ist schöner als jede Urkunde: “Ihr seid Multiplikatoren, aus eigener Erfahrung weiß ich, wie wichtig ihr seid – also, bleibt dabei!”

So sieht das auch Sebastian Kropf, Leiter der Schulsanitätsdienste beim Arbeiter-Samariter-Bund (ASB): “Die Schulsanitäter zeigen hier, was sie gelernt haben und was sie können. Der Spaß kommt dabei nicht zu kurz.”

ssd-02Das kann man sehen. Aber auch der Ernst ist deutlich zu spüren. “Die Schüler trainieren Rettungsabläufe, übernehmen Verantwortung, bleiben im Notfall ruhig und gelassen. Das ist natürlich wichtig und wir sehen hier heute gute Leistungen”, freut sich Henriette Höxter, Leiterin des Schulsanitätsdiensts am MK und Mit-Organisatorin des Wettbewerbs.

Du weißt und kannst etwas – und kannst dich darauf verlassen. So muss das sein. Wiederbelebung, Beatmen, Druckmassage. Kopfplatzwunde, Fußverletzung, Unterzuckerung, Bauchschmerzen ohne zunächst ersichtlichen Grund – das sind dann schon mal die Aufgaben heute.

Ein Glück, wenn es nur eine Übung ist. Doch in der Realität im täglichen Schulalltag sind Schülersanitäter oft gefragt.

Und Tobias Immenroth, stellvertretender Ausbildungsleiter der Malteser, sagt ganz klar: “Auch kurz vor den Ferien sind die Schüler noch voll motiviert. Hier zeigt sich, dass man nicht nur für die Schule, sondern auch fürs Leben viel lernen kann.”

ssd-03Das sorgt für Vertrauen, weiß Inga Koch vom Jugendrotkreuz: “Wer in eine Notsituation kommt, möchte, dass man ihm hilft.” Und so gibt es viel Lob für die Teilnehmer an diesem Tag, aber auch sanfte Hinweise für jene Schulen, die sich noch keinen Schulsanitätsdienst zugelegt haben.

Teilnehmer: Julius-Spiegelberg-Gymnasium Vechelde, Martino-Katharineum, Gymnasium im Schloss Wolfenbüttel, Wilhelm-Gymnasium, Große Schule Wolfenbüttel, IGS Wilhelm Bracke, Gymnasium am Silberkamp Peine, Oberschule Seesen, Otto-Hahn-Gymnasium Gifhorn, GHS Pestalozzistraße, IGS Leonardo da Vinci Wolfsburg, Gunzelin-Realschule Peine, Hoffmann-von-Fallersleben-Schule, Nibelungen-Realschule, Gymnasium Anna-Sophianeum Schöningen, IGS Lengede, Realschule Vechelde, IGS Franzsches Feld, IGS Querum.

Sieger: Gymnasium im Schloss Wolfenbüttel, Martino-Katharineum Braunschweig (beide 1. Platz),

IGS Franzsches Feld (2. Platz), Wilhelm-Gymnasium, IGS Leonardo da Vinci Wolfsburg (beide 3. Platz).

Wolfsburger Nachrichten vom 21.06.2016


Jeder kennt den Schulsanitätsdienst an unserer Schule und viele Schülerinnen und Schüler haben die Hilfe der Schulsanitäter bereits in Anspruch genommen.

MalteserDer Schulsanitätsdienst ist eine Gruppe von Schülerinnen und Schüler, die in Erster Hilfe und als Sanitätshelfer ausgebildet sind. Sie stehen der Schülerschaft, dem Lehrerkollegium sowie allen an der Schule arbeitenden Personen während der Pausen, des Unterrichts, bei Sportfesten und großen Schulveranstaltungen bei Unfällen und Erkrankungen zur Seite und leisten Erste Hilfe. In den meisten Fällen können die Schulsanitäter die Verletzungen (Nasenbluten, Schürfwunden, Prellungen und kleine Wunden) selbst versorgen, sodass ihre Mitschüler danach wieder in den Unterricht können. In Notfällen alarmieren die Schulsanitäter auch den Rettungsdienst und betreuen den Verunfallten solange bis der Rettungsdienst eintrifft und übergeben die verletzte oder erkrankte Person an diese.

In Kooperation mit dem Malteser Hilfswerk werden interessierte Schülerinnen und Schüler zu Ersthelfern bzw. Schulsanitätern ausgebildet. Die Ausbildung umfasst 40 Stunden und ist bei den Maltesern in folgende drei Blöcke untereilt: Erste Hilfe Kurs, Erweiterte Erste Hilfe und ein Schulsanitätsmodul. Nach Abschluss aller drei Module sind die Kenntnisse der Schulsanitäter entsprechend fundiert. Neben den lebensrettenden Sofortmaßnahmen, lernen die Schulsanitäter u.a. das Blutdruckmessen, das Beatmen mit einem Beatmungsbeutel und den sogenannten „Bodycheck“.

Zurzeit gibt es neun ausgebildete Schulsanitäter an unserer Schule. Im Rahmen der „Sani-AG“ werden die Schülerinnen und Schüler unter der Leitung von Frau Renger betreut und ausgebildet. Das Interesse Schulsanitäter zu werden ist groß. Ein neuer Ausbildungsblock mit 15 engagierten Schülerinnen und Schülern hat bereits begonnen.

Für Ausbildungs- und Übungszwecke benötigen wir abgelaufenes Erste Hilfe Material und alte Verbandskästen aus dem Auto. Übrigens: Zum 1. Januar 2015 ist die Übergangsfrist für alte KFZ-Verbandskästen abgelaufen. Ab sofort muss der Verbandskasten im Auto die aktualisierte DIN-Norm 13164 erfüllen. Ihre Spenden nehmen die Schulsanitäter gerne im Sani-Raum an.

 

Schulsani 01

 

 

Schulsani 02

Wolfsburger Nachrichten 28. Februar 2015